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Frankfurt legt Verpackungssteuer auf Eis und sucht das Gespräch über Alternativen
Stadtverantwortliche nehmen Gespräche mit Gastronomiebetrieben und Verbänden auf, um einfachere Maßnahmen als eine Abgabe zur Reduzierung von Einwegmüll zu finden.
Wie wir berichtet haben

Frankfurt hat Pläne für eine Verpackungssteuer vorerst zurückgestellt und stattdessen direkte Gespräche mit lokalen Gastronomiebetrieben und Branchenverbänden aufgenommen, um andere Wege zur Reduzierung von Verpackungsmüll aus dem Außer-Haus-Geschäft zu erkunden.
Dem Beschluss gingen monatelange interne Prüfungen voraus, die zeigten, dass eine solche Steuer sowohl für die Stadt als auch für kleinere Betriebe einen erheblichen Verwaltungsaufwand mit sich bringen würde. Die Verantwortlichen suchen nun nach Lösungen, die wirksame Ergebnisse mit möglichst geringem bürokratischen Aufwand erzielen und gleichzeitig dem sichtbaren Müll auf Straßen und Plätzen entgegenwirken.
Was der Kurswechsel für Frankfurter Betriebe bedeutet
Kaffeebecher und Essensboxen zum Mitnehmen erhöhen den täglichen Reinigungsaufwand rund um stark frequentierte Orte wie den Römerberg, wo Wochenendbesucher häufig Einwegartikel hinterlassen. Gastronomiebetreiber haben gegenüber der Stadtverwaltung signalisiert, dass sie sauberere Straßen befürworten, aber befürchten, dass eine neue Steuer die Kosten und den Papieraufwand zu einem Zeitpunkt erhöhen würde, an dem viele Betriebe ohnehin mit knappen Margen arbeiten.
Die laufenden Gespräche konzentrieren sich auf Maßnahmen, die ohne neue Abrechnungssysteme oder zusätzliches Personal auf Stadtebene eingeführt werden könnten. Erste Ideen umfassen freiwillige Pfandsysteme oder gemeinsame Sammelstellen, konkrete Entscheidungen sind jedoch noch nicht gefallen.
Wichtige Weichenstellungen stehen noch aus
Die Stadtvertreter müssen nun abwägen, welche Vorschläge kurzfristig umsetzbar sind und welche weitere rechtliche Prüfungen erfordern. An den Gesprächen nehmen Vertreter des lokalen Gastgewerbes und von Wirtschaftsverbänden teil, die in den kommenden Wochen konkrete Vorschläge einreichen sollen.
Sobald eine engere Auswahl vorliegt, ist vor einer Befassung des Stadtrats mit neuen Regelungen eine öffentliche Konsultationsrunde geplant. Bürgerinnen, Bürger und Gewerbetreibende können die Entwicklungen über die regulären städtischen Informationskanäle zur Abfallpolitik verfolgen.
Quelle: Berichterstattung der Frankfurter Neuen Presse auf fnp.de/frankfurt, abgerufen am 19. Juli 2026.