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Bockenheim und Nordend: Stadtteile, in denen Erstkäufer bei Auktionen das Rennen machen

Gezielte Förderprogramme und aktuelle Versteigerungsergebnisse lenken Erstkäufer in diese beiden Frankfurter Stadtteile, weg von den teureren zentralen Lagen.

Von Frankfurt Property Desk · Veröffentlicht am 10. Juli 2026

Wie wir berichtet haben

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Daily Network finance briefing tile, illustration, not a photograph
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Im zweiten Quartal 2026 sicherten sich Erstkäufer in Bockenheim und Nordend 14 Immobilien bei Auktionen, ein besseres Ergebnis als im Westend und in Sachsenhausen, wo nach wie vor erfahrene Investoren das Feld dominieren.

Der Frankfurter Durchschnittspreis liegt bei 6.000 Euro pro Quadratmeter. Doch die Kombination aus steigenden Mieten im Expat-Markt und neuen staatlichen Förderprogrammen hat das Käuferverhalten seit Jahresbeginn verändert. Familien, die sich die zentralen Lagen nicht mehr leisten können, richten ihren Blick nun auf diese nördlichen und westlichen Stadtteile, wo die Zuschlagspreise bei kleineren Einheiten auf rund 5.200 Euro pro Quadratmeter gesunken sind.

Förderprogramme als Treiber des Wandels

Das Frankfurter Stadtamt für Wohnen hat im März sein Eigenkapitaldarlehen für Erstkäufer eingeführt, das für Wohnungen unter 80 Quadratmetern bis zu 40.000 Euro zinsfrei über fünf Jahre bereitstellt. Das hessische Hypothekenhilfeprogramm, das über lokale Banken abgewickelt wird, ergänzt dies um einen weiteren Zuschuss von 15.000 Euro für Antragsteller, die ihren Kauf noch vor Dezember abschließen. Beide Programme setzen voraus, dass die Käufer seit mindestens zwei Jahren in der Stadt wohnen und auf Objekte bieten, die über das offizielle Auktionsportal der Stadt angeboten werden.

Die deutlichsten Ergebnisse zeigen sich in den Nebenstraßen der Bockenheimer Landstraße sowie in den ruhigeren Blocks im Nordend rund um die Friedberger Anlage. Aus den Auktionsunterlagen geht hervor, dass drei Einzimmerwohnungen in diesen Lagen unterhalb des Richtpreises an Erstkäufer vergeben wurden, die beide Förderprogramme mit einer herkömmlichen Bankfinanzierung kombinierten.

Preise und nächste Schritte

Laut den am 8. Juli veröffentlichten Stadtdaten wurden im Juni allein 62 Erstkäufer-Anträge über das Portal eingereicht, der höchste Monatswert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2023. Die durchschnittlichen erfolgreichen Gebotspreise in den beiden Stadtteilen lagen bei 412.000 Euro für 75-Quadratmeter-Wohnungen, verglichen mit 510.000 Euro für vergleichbare Objekte im Westend.

Interessierte Käufer sollten die nächste Auktionsausschreibung auf der Website des Frankfurter Stadtamts für Wohnen noch vor dem 31. Juli prüfen und eine Finanzierungszusage bei einer der drei am hessischen Programm beteiligten Banken einholen. Die Anträge für beide Förderprogramme müssen 14 Tage vor dem jeweiligen Auktionstermin eingereicht werden.

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