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Frankfurter Senioren definieren Altern neu, durch Kultur und Gemeinschaftsleben am Main
Von Spaziergängen am Mainufer bis hin zu kulturellen Interessen: Wie Frankfurterinnen und Frankfurter ihren Lebensabend aktiv und sinnerfüllt gestalten, und wie auch Sie noch diese Woche damit anfangen können.
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Wie wir berichtet haben
Wer an einem gewöhnlichen Morgen am Frankfurter Mainufer unterwegs ist, bemerkt schnell eine besondere Energie: Gruppen silberhaariger Bewohnerinnen und Bewohner, die zielstrebig spazieren gehen, gleichmäßig Rad fahren oder innehalten, um die Skyline zu bewundern. Sie genießen nicht nur die Aussicht, sie verkörpern das, was Forschende zunehmend als Grundpfeiler gesunden Alterns anerkennen: aktive Einbindung in die Gemeinschaft, Bewegung und das Gefühl, etwas zu bewirken.
Frankfurts ältere Bevölkerung zeigt uns, was Lebendigkeit im Alter bedeuten kann. Statt den Ruhestand als Zieleinlauf zu betrachten, sehen viele der über 60-Jährigen in unserer Stadt ihn als Möglichkeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der Palmengarten bietet wöchentliche geführte Gartentouren speziell für ältere Erwachsene an, eine Kombination aus leichtem Spaziergang, geselligem Miteinander und geistiger Anregung. Das Goethe-Haus wiederum sucht erfahrene Freiwillige als Gästeführerinnen und Gästeführer, die Frankfurts Kulturerbe mit Besucherinnen und Besuchern teilen möchten.
Der Gesundheitsvorteil liegt nicht nur in der Kultur, sondern auch in den Strukturen der Stadt selbst. Frankfurts kompakte Stadtteile sorgen dafür, dass viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt werden, Bewegung wird so ganz natürlich in den Tagesablauf integriert. Das hervorragende öffentliche Nahverkehrsnetz beugt sozialer Isolation vor und ermöglicht es Seniorinnen und Senioren, Freizeitangebote, Arzttermine und gesellschaftliche Treffen eigenständig wahrzunehmen. Wer strukturiertere Aktivitäten bevorzugt, findet in Sachsenhausen und anderen Stadtteilen zahlreiche Vereine, von Wassergymnastik in lokalen Schwimmbädern bis hin zu Tai-Chi-Kursen in Quartiersparks.
Doch ein erfülltes Altern erfordert auch Eigeninitiative. Was Frankfurter Seniorinnen und Senioren, und auch Sie, noch diese Woche angehen können:
Gezielt in Bewegung bleiben: Melden Sie sich für eine geführte Wanderung mit einer Frankfurter Naturgruppe wie den Naturfreunden an. Gemeinsames Gehen verbindet Sport, frische Luft und soziale Kontakte auf einmal.
Den Geist anregen: Erkunden Sie die Seniorenprogramme zur Kunstvermittlung im Städel oder schließen Sie sich einem Buchclub in Ihrer Stadtbibliothek an. Geistige Beschäftigung ist genauso wichtig wie körperliche Bewegung.
Gemeinschaft aufbauen: Besuchen Sie die wöchentlichen Seniorentreffs in Gemeinschaftszentren in Bockenheim oder Höchst. Einsamkeit ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, Gemeinschaft hingegen wirkt wie vorbeugende Medizin.
Etwas Neues lernen: Die Volkshochschulen in Frankfurt bieten erschwingliche Kurse an, von Sprachen bis hin zu digitalen Kompetenzen. Das hält den Geist jung und das Gefühl von Sinnhaftigkeit lebendig.
Bei konkreten gesundheitlichen Beschwerden ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt stets die beste Anlaufstelle für eine persönliche Beratung. Doch für die meisten von uns legt das Frankfurter Modell eine einfachere Erkenntnis nahe: Wer nach dem 60. Lebensjahr aufblühen möchte, bleibt neugierig, bleibt mobil und bleibt seiner Gemeinschaft verbunden.
Möglicherweise liegen Ihre schönsten Jahre noch vor Ihnen.